Das heutige Korinth (griech. Korinthos Κόρινθος) ist die drittgrößte Stadt der Region Peloponnes. Heute leben ca. 60.000 Menschen in Korinth, der Stadt am Isthmus.
Der Isthmus von Korinth verbindet den Peloponnes und das griechische Festland über eine Landenge. Bereits in der Antike nutzte man die Landenge um vom Peloponnes aus ins Festland Griechenlands zu gelangen und umgekehrt. Auch wird übermittelt, dass die Landenge zudem dazu genutzt wurde, um Schiffe und besonders Handelsschiffe, vom Saronischen Golf auf Schlitten zum Golf von Korinth zu ziehen und um so den Umweg über den Peloponnes zu umgehen. Heute werden Schiffe über den künstlich geschaffenen Kanal von Korinth hindurch navigiert. Der Kanal von Korinth ist sehenswert und besonders spannend wird es, wenn man das Glück hat und selbst miterleben darf, wenn Schiffe präzise durchgelotst werden.
Die antike Handelsstadt Korinth (Archea Korinthos)
Nur unweit von der heutigen Stadt Korinth liegt das antike Korinth (griech: Αρχαία Κόρινθος Archea Korinthos). Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigleiten Griechenlands. Das antike Korinth wurde um 1.000 v. Chr. gegründet und entwickelte sich aufgrund der günstig-gelegenen geographischen Lage im Laufe der Jahrhunderte zu einer florierenden und bedeutenden Handelsstadt. Korinth wurde im Laufe der Zeit in viele Kriege verwickelt und oft auch stark zerstört, dazu kamen auch Erdbeben, die die Stadt erschütterten. Dennoch wurde die Stadt Korinth immer wieder aufgebaut, was nochmals für ihre Bedeutung spricht. Zu Zeiten der römischen Herrschaft über Griechenland und nach der Zerstörung von Korinth durch die Römer, war es Gaius Iulius Caesar, der die Stadt um 46. v. Chr. wieder aufbauen ließ, um sie zu einer römischen Bürgerkolonie zu machen.
Die Bergfestung von Akrokorinth
Die heutigen Überreste des antiken Korinth und besonders der Bergfestung von Akrokorinth, der befestigten Akropolis der Stadt, sind beeindruckend. Gerade die Ausgrabungen von Akrokorinth sind besonders sehenswert. Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. soll Akrokorinth besiedelt gewesen sein, wobei archäologische Funde aus der Antike nur bis 1.000 v. Chr. datiert werden können.
Ein empfehlenswerter Tagestrip
Korinth und Akrokorinth sind auf alle Fälle sehenswürdig und immer einen Tagestrip wert. Wer sich die antiken Stätten anschauen möchte, sollte festes Schuhwerk anziehen und den Trip eher als Wandertrip betrachten. Es gibt viel zu entdecken, wie bspw. den Tempel des Apollon in Korinth aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.. Auch die Ruinen in Akrokorinth sind wirklich imposant und lassen einen mit etwas Fantasie in antike Zeiten eintauchen. Es geht dort steil aufwärts, also sollte man lieber nicht in der glühenden Mittagssonne unterwegs sein, da es umso anstrengender wird. Wie bei jeder anderen Sehenswürdigkeit, die man sonst auch in Griechenland besichtigt, sollte man auch auf Korinth und Akrokorinth genügend Wasser dabei haben.
Das Archäologische Museum von Korinth
Wer das antike Korinth besichtigt, kann auch dem Archäologischen Museum von Korinth einen Besuch abstatten. Das Museum stellt Keramiken aus, die in der antiken Stadt Korinth und in Akrokorinth gefunden wurden. Neben einigen antiken Mosaiken, sind auch Statuen aus Römischer Zeit ausgestellt.
Über den Autor:
Ich bin Christos. Autor dieses Beitrags und zugleich auch Gründer von Griechenland-Entdecker.de. Ich habe eine Leidenschaft für Griechenland, seine Kultur und Geschichte. Eine besondere Vorliebe habe ich für historische Hinterlassenschaften der antiken Griechen. Ich liebe es, in Griechenland vor Ort antike Ruinen und Tempel zu besichtigen und mehr über ihre jeweiligen Geschichten zu erfahren.
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